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Fit für den Job mit der JobA in Bad Segeberg
14.03.08

JobA erleichtert jährlich fast 120 Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben

„Es wird nie langweilig, keine Arbeitswoche sieht wie die andere aus“, begründet Annette Nißen, Niederlassungsleiterin der JobA GmbH in Bad Segeberg, ihre Motivation. Eigentlich ist sie Lehrerin, dann kam aber das Angebot bei der Gründung der JobA, die Niederlassungsleitung des Jugendaufbauwerks zu übernehmen. Die Abkürzung JobA steht übrigens für Junge Menschen in offener beruflicher Bildung und Ausbildung. Seit der Gründung der JobA am 30.Mai 2005 durch die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH werden jährlich 119 Projektplätze für Jugendliche in berufsvorbereitender Bildung mit Schwerpunkten wie zum Beispiel Metall- und Bauhandwerk, Garten- und Landschaftsbau oder Farb- und Raumgestaltung angeboten.

Von den Hauswirtschaftskünsten einiger Jugendlicher können sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Tagespolitik“ der Realschule Bornhöved selber überzeugen. „Köstlich schmecken die eindrucksvoll dekorierten Cocktails“, schwärmen die Zehntklässlerinnen Kirstin Krajewski und Karina Klein. JobA wurde ins Leben gerufen, um überwiegend jungen Menschen den Sprung in das Berufsleben zu erleichtern. Es gibt auch ältere Projektteilnehmer, die gezielte Hilfen für den erneuten Einstieg ins Berufsleben erhalten. Jugendliche, die keinen Schulabschluss haben, können diesen hier außerdem nachmachen.

Neben der Vorbereitung auf den Job trainieren die Jugendlichen ihre Teamfähigkeit und finden ihre Stärken und Schwächen heraus, um einen möglichst passenden Ausbildungsberuf finden zu können. Ziel ist es ebenso, einen zu suchen. Auf diesem Wege finden sie oft eine Lehrstelle. Annette Nißen betont, dass jeder Projektteilnehmer sich stets an die Regeln - wie Pünktlichkeit, regelmäßiger Besuch des Unterrichts - halten müsse, nur so könne ihm zum Erfolg verholfen werden. Das sind die Grundvoraussetzungen, die die Arbeitswelt von den Jugendlichen verlangt.

Seit dem Schuljahr 2007/2008 arbeitet die JobA eng mit Hauptschulen der Region zusammen, um die lernschwächeren Schüler vor einem Schulabbruch zu bewahren und sie möglichst früh zu fördern, damit ein Hauptschulabschluss erreicht werden kann.  

In einigen Werkstatträumen dürfen Realschüler den Projektteilnehmern bei der Arbeit über die Schulter gucken. „Oje, damit habe ich gar nicht gerechnet, jetzt selbst noch aktiv werden zu müssen“, stöhnt Neuntklässler Henrik Schütt beim Anfertigen einer geometrischen Zeichnung in der Farbwerkstatt. Schnell stellt die Gruppe fest, dass ein Maler nicht nur ein gutes Händchen für die Farbauswahl benötigt, sondern auch sehr präzise arbeiten muss.

Fazit des Besuches ist es: Wer noch unsicher ist, was er beruflich nach der Schule machen möchte, kann hier einen guten Einblick in verschiedene Berufszweige bekommen. Vieles ist möglich. Wer mehr über die JobA erfahren möchte, kann weitere Informationen unter www.joba-sh.de erhalten.

VOM WAHLPFLICHTKURS „TAGESPOLITIK“ 9./10. KLASSE REALSCHULE BORNHÖVED

(aus: Sonderbeilage ZiSch der Lübecker Nachrichten, 14.03.2008)